Kind will nicht Zähne putzen? Diese 5 Tipps helfen euch raus aus der Katastrophe!
Foto: wisheezy / KI generiert
Ruhig bleiben und Freiraum geben
Ich bin kein Experte in Gewaltfreier Kommunikation, bin selbst ein ungeduldiger Mensch und möchte Abends auch lieber entspannen, als meine Kinder bettfertig zu machen. Doch das hilft alles nichts, denn mit eigener Unruhe wird alles nur noch schlimmer.
Atme tief durch und sei emotional stets dazu bereit, dass das Zähne putzen auch mal eine ganze viertel Stunde oder sogar länger in Anspruch nehmen kann. Plane die Zeit von Anfang an mit ein, so gerätst du nicht in Stress. Denn das spüren die Kinder und so driftet das Zähneputzen sofort ab in eine pure Katastrophe.
Wie du mit deinem Kind beim Zähne putzen am besten kommunizierst, hat die renommierte GfK-Trainerin Kathy Weber in ihrem Blogbeitrag gut beschrieben: „WAS wir machen, entscheiden wir als Eltern. WIE wir es machen – das kann das Kind mitgestalten. Deine Haltung ist hier ganz entscheidend, denn deine Haltung spürt dein Kind. […] Wir suchen liebevolle Wege und setzen auf die Freiwilligkeit. Ja, das geht!“
Erschaffe ein eigenes Serien-Universum
Das Marvel-Universum bietet die Möglichkeit für unendlich viele Geschichten und das hält seine Fangemeinde mit neuen Filmen und Serien stets bei Laune. Ich habe dieses Konzept auf das Zähneputzen übertragen und feiere damit unglaubliche Erfolge:
In unserem Haus leben nämlich kleine Wesen unter den Stuhl- und Tischbeinen, die nur Nachts herauskommen und von uns Menschen nicht gesehen werden dürfen. Was die so alles in der Nacht erleben, da würdet ihr Augen machen. Total spannend und manchmal sogar mit krassen Cliffhangern am Ende einer neuen Episode.
Das beste aus Papa-Sicht: Die Geschichten werden von mir immer nur beim Zähne putzen erzählt und so kommt es vor, dass ich die Zahnbürste vorbereite und nur ein mal rufen muss, dass die neue Geschichte gleich los geht, und schon kommen die Kinder angelaufen.
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Bücher über das Zähne putzen
Eigentlich ein No-Brainer, aber für den ein oder anderen könnte das zum Durchbruch verhelfen. Wir haben vor allem mit unserem Sohn im Alter von 1 und 2 Jahren riesige Schwierigkeiten beim Zähne putzen gehabt. Mit ihm zu sprechen hat rein gar nicht gefruchtet, aber für Bücher war er immer zu haben. Insbesondere die interaktiven mit Knöpfchen zum Drücken, mit Musik oder Sprachausgabe, waren faszinierend für ihn. Und so konnten wir die Zahnputz-Geschichten aus den Büchern in ruhigen Momenten durchleben und das anschließend im Badezimmer auf das echte Leben übertragen. Zumindest manchmal 😌
Sei ein Witzbold
Dein Kind will viel lieber Spiel und Spaß als langweilig auf dem Schoß zu sitzen und den Mund aufzumachen, das ist vollkommen verständlich und kann von dir genutzt werden, um das Zähne putzen einfacher zu machen. Neben dem selbst erschaffenen Serien-Universum, das ich oben bereits erwähnt hatte, habe ich weitere kleine Helferlein in meinem Werkzeugkasten:
- Ich habe eine feste Melodie aus einem Kinderlied, in das ich immer wieder neue Liedtexte einbaue. Manchmal über Pupse, manchmal über Dinos, manchmal über pupsende Dinos. Manchmal haben die Kinder Wünsche über den Inhalt, wenn ich mit dem singen starte. Wenn das eintrifft, ist die größte Hürde genommen.
- Ich spiele mit dem Kind alberne Spielchen, die sich rund um die Zahnbürste drehen. Ich sage zum Beispiel, dass ich jetzt ein mal unten putzen möchte, und putze dann „versehentlich“ oben. Mein Kind findet das super lustig und ist jedes Mal aufs Neue bereit, seinen Mund weit zu öffnen.
Sucht gemeinsam eine neue Zahnbürste aus
Ich finde es immer wieder lustig, wie stolz meine Kinder auf eine neue Zahnbürste sind. Ich nehme sie mit ins Geschäft, wo sie sich eine aussuchen dürfen, oder gucke mit ihnen online nach coolen Exemplaren. Wenn sie dann Abends die neue Zahnbürste auspacken und selbst Zahnpasta drauf machen, sind sie ohne Widerstand bereit, sich die Zähne putzen zu lassen. Der Effekt hält natürlich nur eine sehr kurze Zeit, aber es zeigt mir jedes Mal aufs Neue, wie viel Kooperationsbereitschaft in unseren Kindern steckt, sobald wir ihnen ein Stückchen Autonomie schenken.
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